Verkehrsauffälligkeiten
iele Kraftfahrer verlieren ihre Fahrerlaubnis aufgrund des hohen Punktestandes im Verkehrszentralregister. In der Regel passiert das nach Erreichen von 18 Punkten oder mehr. Manchmal kann der Entzug der Fahrerlaubnis aber auch schon davor passieren, wenn es sich um Berufskraftfahrer handelt, an die besondere Anforderungen gestellt werden. Statistisch gesehen, haben die meisten Kraftfahrer in Detuschland keine Punkte oder nur 1 bis 3. Nur etwa ein Prozent aller Fahrer in Deutschland haben 13 oder mehr Punkte und nur etwa unter 0,03 Prozent erreichen 18 oder mehr. Jemand, der wegen zu hohem Punktestand seine oder ihre Fahrerlaubnis verliert, gehört also zu einer sehr kleinen Minderheit. Dem gegenüber steht aber oft das Selbstbild, ein ganz normaler oder sogar besonders guter Autofahrer zu sein. Hinter dem Ansammeln vieler Punkte, steht immer eine fehlangepasste Fahrweise, ein falscher Fahrstil, nicht die einzelnen Delikte. Diese bilden nur die aktenkundige „Spitze des Eisberges“. Da nur ein kleiner Teil der Verkehrsdelikte, aktenkundig wird, ist es zwingend, dass ein solcher Fahrer über einen längeren Zeitraum, in der Regel einige Jahre, permant oder mindestens sehr häufig, gegen die Verkehrsregeln verstoßen hat. Statistisch gesehen stehen hinter einem einzelnen aktenkundigen Verkehrsdelikt mehrere dutzend nicht aktenkundige. Der Charakter des „Punktetäters“ und die mangelhafte Einsicht in die notwendige Regelbeachtung sind dabei für die Fahreignungszweifel der Führerscheinbehörde die zentrale Ursache und machen eine MPU notwendig. Auslöser und Ursachen für die Entwicklung einer solchen Fahrweise sind oft kritische Lebensphasen und eine unangemessene Umgangsweise damit, wie auch häufig schlechtes Zeitmanagement und irrationale Einstellungen zum tatsächlichen Nutzen der begangenen Verkehrsdelikte. In der MPU-Beratung werden wir zusammen mit Ihnen diese Hintergründe beleuchten und alternative Verhaltensstrategien entwickeln, damit Sie in Zukunft nicht mehr durch Punkte auffallen und optimal vorbereitet in die MPU gehen. |